In den letzten Wochen hab ich mit
den Jungs angefangen zu pumpen. Alles was wir dafuer brauchen ist selbst
gemacht, wie das in Afrika so ist. ;)
Die letzte Woche bin ich krank
geworden und war von Mittwoch bis Freitag nicht in der Schule. Meine Augen
haben sich entzuendet, sind rot geworden und geschwollen. Morgens konnte ich
sie kaum aufmachen. Ich hab mich wahrscheinlich von den kleinen Jungs angesteckt,
die nebenan wohnen, weil sie sind immer zu mir gekommen um Augentropfen zu
bekommen. Jetzt bin ich aber wieder gesund....
Am Samstag sind wir mit 2
Fischern auf ihrem Fischerboot auf den See gefahren und auf eine Insel
gegangen, die unbewohnt ist. Nur Dschungel, paar Fischer, verschiedene Voegel
und Schlangen haben uns erwartet.
Abends haben wir den Fischern
dann 4 Victoriabarsche abgekauft und mit allen Leuten aus unserem Haus
gegrillt.
Am Sonntag bin ich mit 4 Jungs
aus dem Center die anderen Secondaries besuchen gefahren, die fuer 2 Wochen auf
einem Sportcamp von der Schule sind. Da werden die besten Basketball-,
Fussball- und Volleyballspieler ausgewaehlt, die es dann vlt bis zu einem
Turnier nach DarEsSalaam schaffen und dann sogar vlt nach Kenia, oder
SuedAfrika fahren, wenn sie ausgewaehlt werden.
Um sie zu besuchen mussten wir in
ein Dorf in die Naehe von Bukoba. Wir sind mit dem Daladala (kleiner Bus) die
groesste Strecke und dann per Anhalter auf einem Truck bis zu dem Camp.Sie
haben sich auf jeden Fall gefreut, dass wir sie besuchen gekommen sind. Zurueck
sind wir dann komplett per Anhalter gefahren und haben uns den Fahrpreis
gespart.
Das ist jetzt die letzte
Schulwoche und dann haben wir erstmal einen Monat Ferien in der Primary School.
Wenns klappt wollen wir vlt nochmal fuer 3-4 Tage nach Rwanda fahren...
Nachdem ich im Center bisschen
was ueber Erste Hilfe erzaehlt habe, denken alle ich bin fast ausgebildeter
Arzt. Alle Kinder kommen zu mir wenn sie sich verletzt haben. Selbst die Kinder
aus der Schule werden von den Lehrern zu mir geschickt. Wenn ich nicht helfen
kann, dann fahren sie ins Krankenhaus, oder gehen zu einem Arzt im Dorf.
Mit meiner Lieblingsklasse (Standard 5) beim Sportunterricht.
Hamburg feat. Kemondo
Liebe Gruesse an Euch alle und bis zum naechsten Mal!
Tuesday, June 12, 2012
Tuesday, May 22, 2012
Mambo vipi?
Die Kinder in der
Schule nennen mich Teacher Pasco, oder einfach nur teacher. Die Kinder im
Center nennen mich Kaka (großer Bruder) Pasco.
Ich bin immernoch froh hier zu
sein und verbringe viel Zeit mit den Jungs ausm Center. In der letzten Zeit
spielen wir viel Basketball, weil unser Fußballplatz in der Regenzeit immer unter Wasser steht. Zum Fußballtraining gehen wir auf den
Fußballplatz ein Dorf weiter, weil der besser ist und auch in der Regenzeit
schnell wieder trocken ist.
Beim
Fussballspielen haben wir einen Ausblick auf den See. Auf der anderen Seite den
Blick auf einen Huegel mit hohen Klippen. Weisskopfadler fliegen ueber uns am Himmel.
Mittlerweile
hatten wir unser erstes Spiel mit unserem neuen Team. K.C.H. (Kemondo
Children’s Home) United, was aus Lehrern von unserer Schule, Jungs aus dem Center
und Fundhis (Handwerker und Arbeiter, die im Center arbeiten) besteht. Das
Spiel haben wir locker gewonnen mit 3:2. Das andere Team hat 2 unverdiente
Elfmeter bekommen und reingemacht. Jetzt in der Regenzeit regnet es fast jeden
morgen sinnflutartig, wie man es in Deutschland nicht kennt. Aber die Regenzeit
ist bald auch wieder vorbei.
Das Championsleaguefinale
verpasst man sogar in Afrika nicht. Wir haben uns das Spiel angeguckt und mit
den Jungs gefeiert, weil wir hier viele Chelseafans haben.
Am Wochenende
haben wir ein Waisenhaus fuer Babys besucht. Viele Babys werden hier einfach
von ihren Eltern ausgesetzt, weil sie sich nicht um sie kuemmern koennen, oder
die Eltern sind an AIDS gestorben und sonst gibt es keinen, der fuer sie sorgen
kann.
Tuesday, April 10, 2012
Ferien in Kemondo
Die letzte Woche war Ferien für die Kids, d.h.
ich musste auch nicht als Lehrer in der Schule arbeiten. Morgens bin ich dann ab und zu mit paar Jungs
laufen gegangen. Wenn ich die Straße lang laufe kommt dann immer ne Horde
Kinder, die mit uns laufen und sich freuen einen Weißen zu sehen.
Egal wo man hingeht sind eigentlich immer alle
Augen auf einen fokusiert. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran. Manchmal
hört man jemanden Mzungu rufen, was Weißer heißt. Als ich das erste Mal hier
mit den Jungs Fußball gespielt hab dachte ich auch, dass mich jemand auf dem
Feld Mzungu ruft. Als die Jungs gemerkt
haben, dass ich mich aufrege, weil ich ihn ja auch nicht mit Schwarzer rufe,
haben sie mir erklärt, dass er nicht Mzungu ruft, sondern Kazungu, den Namen
seines Mitspielers.
Man denkt in Afrika ist man völlig
abgeschnitten von der Außenwelt, aber ich kann hier sogar Championsleague
gucken. Ich geh dann in eines der Häuser und guck mir die Spiele mit den Kids
und dem Vater des Hauses an.
Die Woche bin ich auch mit den Jungs am See
angeln gegangen. Leider haben wir nur kleine Fische gefangen. Also bin ich am
nächsten Morgen in den Fischerhafen und hab den Fischern da paar Fische für
uns zum Essen abgekauft. Demnächst
wollen wir vlt. mit einem der Fischerboote auf den See fahren und richtig
angeln. Beim Angeln und allem anderen
was ich hier am See mache muss ich immer aufpassen, dass ich nicht ins Wasser
geh. Der See ist mit Bilharziose verseucht und wenn ich reingeh bekomm
ich wahrscheinlich kleine Würmer die unter die Haut, ins Blut und sonst wo
gehen und krank machen. Das heißt egal wie heiß es ist und wie schön der See
ist, ich darf nicht baden gehen, was für mich natürlich eine Qual ist.
Am Samstag sind wir mit den Scouts ausm Center
zu einem Wasserfall gelaufen, der ung. 15km weit weg ist. Nach den ersten 2km
ung. hat es in Strömen angefangen zu regnen. Wir waren alle klitschnass und es
hat fast die ganze Zeit durchgeregnet. Trotzdem sind wir weitergegangen bis wir
den Wasserfall erreicht haben. Da haben wir Feuer gemacht und gegessen.
Montag sind wir mit dem ganzen Center auf
einen Berg nicht weit entfernt gegangen, von dem aus man eine Aussicht auf den
See hat. Dort haben wir BBQ gemacht und gechillt.
Die Ferien sind jetzt leider wieder vorbei und
der Alltag hier geht weiter….
Tuesday, March 27, 2012
Leben am Victoriasee
Ich lebe hier in einem Kinderdorf mit ca. 120 Kindern, die
in 9 verschiedenen Häusern leben. Wir haben hier unsere eigene Schule zu der
auch Kinder von außerhalb kommen und in der ich Lehrer bin und eine Boarding
School. Das ist unsere Schule in der ich arbeite...
Die meisten Kids hier sind Aids-Waisen und fast alle hier haben in
ihrem kurzen Leben viel erlebt und unglaubliche Geschichten. Das Dorf liegt
direkt am Victoria Lake, von meinem Haus aus kann ich den See sehen.
Jeden Dienstag fahren wir ca. 20 min in die Stadt Bukoba, wo
wir auf den Markt und in die Läden einkaufen gehen, gut essen und ich auch ins Internetcafe kann. Heute ist wieder Dienstag und einer von den Fsjlern wurde abgezogen. Ich
bin dem Dieb dann hinterher gelaufen, hab ihn gepackt und ihm das Geld wieder abgenommen. Auf
jeden Fall sollte man dann hier keine große Sache draus machen und Dieb
schreien, weil er sonst für ca. umgerechnet 5 Euro an Ort und Stelle von den
Leuten verbrannt wird…. Von ueberall sind schon Maenner gekommen, die mitbekommen haben was los war und bestimmt bereit waren sich um ihn zu kuemmern.
Letzten Samstag habe ich meinen 20. Geburtstag hier im
Center gefeiert. Den 20ten in Afrika werde ich auf jeden Fall nicht vergessen. Erst
mal konnte ich ausschlafen, was hier für mich was besonderes ist. Meine
Mitbewohner haben Frühstück für mich gemacht und 20 kleine Geschenke für mich
vorbereitet , z.B Energy-Drink, Schokolade usw. Abends kamen dann 17
Jungs, um mit mir meinen Geburtstag zu feiern. Meine
WG-Mitbewohner und 2 andere Mädchen ausm Center haben alles vorbereitet, für
uns gekocht, Kuchen gebacken…..
Morgens bin ich hier immer in der Schule. Nachmittags oder Abends kann ich mit den Jungs Fussball spielen und spaeter abends bin ich meistens bei den Kids in den Haeusern und spiele Karten und esse mit ihnen.
Morgens bin ich hier immer in der Schule. Nachmittags oder Abends kann ich mit den Jungs Fussball spielen und spaeter abends bin ich meistens bei den Kids in den Haeusern und spiele Karten und esse mit ihnen.
Tuesday, March 13, 2012
Die erste Zeit
Ich
bin jetzt schon seit fast 7 Wochen in Tansania und die Zeit vergeht hier wie im
Flug. Der erste Eintrag kommt erst jetzt, da es hier in Afrika mit dem Internet
nicht immer so leicht ist.
In
der ersten Zeit hab ich schon so viel erlebt, dass es unmöglich ist alles zu
erzählen, aber ich versuch euch mal das wichtigste mitzuteilen.
Meine
Reise begann am 21. Januar. Nachdem ich mich von euch verabschiedet hab, bin
ich von Frankfurt aus über Äthiopien nach Dar es Salaam, Tansania geflogen. Der
Flug war lang aber ganz entspannt. Neben mir saß ein Sansibare mit dem ich mich
über Tansania und alles mögliche unterhalten konnte. In Dar es Salaam
angekommen blieb nicht viel Zeit zur Erholung. Da man in Afrika nicht lange geschont
wird, gings am nächsten Morgen direkt weiter in Richtung Massailand.
Auf
halber Strecke haben wir in Moschi, der Stadt am Kilimanjaro, bei Freunden
übernachtet. Am nächsten Morgen dann ging die Reise mit dem Auto weiter. Erst
noch über, für afrikanische Verhältnisse, normale Straßen, dann über
Schotterpisten in der Steppe, bis wir am Abend im tiefsten Busch, am Ende der
Welt, angekommen sind. Da grade die Regenzeit vorbei war, konnte man viele
Zebras, Giraffen, Strauße, usw. sehen, die bis direkt an unseren Garten
gekommen sind.
Eigentlich
sollte ich nur für 1 Woche im Massailand bleiben, aber in Afrika können sich
Pläne schnell ändern. So wurden daraus über 3 Wochen. In der Zeit waren wir
viel handwerklich am arbeiten, z.B. haben wir versucht die Wasserpumpe hier zu
reparieren.
Ich
hatte aber auch so Zeit mit den Massais zu chillen, die noch wie vor hunderten
von Jahren leben, und sie in ihren Burmas zu besuchen. Jeden 2ten Tag hab ich
mit denen Fußball gespielt, was aber mehr gebolze ist als Fußball.
Auf
jeden Fall ist das Massailand wunderschön und so wie man sich das richtige
Afrika vorstellt. Die Sterne sieht man hier, wie wahrscheinlich fast nirgendwo
sonst auf der Welt.
Auch
waren wir 2 mal jagen und haben auch 2 dicke Gnus, Antilopen oder was auch
immer geschossen.
Gegen Ende der Zeit im Massailand hab ich dann zum zweiten Mal in meinem Leben Malaria bekommen. Ich bin seit langem aber wieder topfit. Mit noch nicht auskurierter Malaria ging es dann nach über 3 Wochen zurück in die größte Stadt, Dar es Salaam. Da hatte ich paar Tage Zeit mich auszukurieren und auch mal im Indischen Ozean zu baden, der hier so warm ist wie die Badewanne.
Gegen Ende der Zeit im Massailand hab ich dann zum zweiten Mal in meinem Leben Malaria bekommen. Ich bin seit langem aber wieder topfit. Mit noch nicht auskurierter Malaria ging es dann nach über 3 Wochen zurück in die größte Stadt, Dar es Salaam. Da hatte ich paar Tage Zeit mich auszukurieren und auch mal im Indischen Ozean zu baden, der hier so warm ist wie die Badewanne.
Nach
einigen Tagen in Dar es Salaam gings weiter nach Morogoro, wo wir ein
Kinderdorf besucht haben. Hier war ich nur ungefähr 5 Tage, in denen ich
gearbeitet hab, aber auch Zeit hatte mich mit den Kindern zu beschäftigen.
Danach
sollte es mit dem Bus ganz in den Norden, fast an die Grenze zu Uganda, an den
Victoriasee, nach Bukoba, gehen. Der Bus hatte erstmal locker 2 Stunden
Verspätung, was hier aber ganz normal ist. Auch auf dem Weg hatten wir einige
Stopps und mussten mal warten. Zuerst war der Tank leer und es musste einer
aufm Motorrad losgeschickt werden, der Benzin holen sollte. Als ein bisschen nachgefüllt wurde
konnten wir weiterfahren. Dann an mindestens 2 Tankstellen vorbei ohne zu
tanken, bis der Bus wieder stehen blieb, da man ja nicht besonders weit kommt,
wenn nur bisschen nachgefüllt und nicht mehr getankt wird. Also musste wieder
jemand losgeschickt werden. Später dann war nochmal was am Bus kaputt, was
repariert werden musste. Spät abends kamen wir dann in Kahama an, wo der Bus
für die Nacht stehen blieb, weil die Strecke nördlich von Kahama nachts nicht
mehr gefahren werden darf, da hier die Busse zu oft überfallen werden, meistens
von Somalis, oder Leuten aus Ruanda. Im Bus hab ich noch eine polnische Ärztin
kennengelernt, die uns nach polnischer Gastfreundschaft selbstverständlich zu
ihrer Kollegin nach Hause eingeladen hat, wo wir Essen und Duschen konnten. Die
Nacht haben wir dann im Bus geschlafen. Morgens früh ist der Bus dann
weitergefahren bis wir gegen Mittag an unserem Ziel angekommen sind.
Das
hier ist der wahrscheinlich schönste Teil Tansanias und hier werde ich auch die längste Zeit verbringen. Ich lebe
hier in einem Kinderdorf direkt am Victoriasee. Alles ist grün und alle möglichen Früchte wachsen vor meiner Tür.
Mit den Jungs bin ich jeden Tag am Fußball spielen und wir verstehen uns
übertrieben gut. Ich bin hier in 2 verschiedenen Fußballteams. Einmal spiel ich
mit den Jungs in der Liga und ich bin auch im Lehrerteam, da ich mittlerweile
Lehrer in unserer Primary School bin. Ich unterrichte Sport und Englisch und
mein Alltag ist ganz gechillt. Jeden Dienstag fahr ich nach Bukoba, wo ich ins Inetcafe gehen kann. Ich werde jetzt auf jeden Fall versuchen oefters zu schreiben.
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