Tuesday, March 13, 2012

Die erste Zeit

Ich bin jetzt schon seit fast 7 Wochen in Tansania und die Zeit vergeht hier wie im Flug. Der erste Eintrag kommt erst jetzt, da es hier in Afrika mit dem Internet nicht immer so leicht ist.
In der ersten Zeit hab ich schon so viel erlebt, dass es unmöglich ist alles zu erzählen, aber ich versuch euch mal das wichtigste mitzuteilen.
Meine Reise begann am 21. Januar. Nachdem ich mich von euch verabschiedet hab, bin ich von Frankfurt aus über Äthiopien nach Dar es Salaam, Tansania geflogen. Der Flug war lang aber ganz entspannt. Neben mir saß ein Sansibare mit dem ich mich über Tansania und alles mögliche unterhalten konnte. In Dar es Salaam angekommen blieb nicht viel Zeit zur Erholung. Da man in Afrika nicht lange geschont wird, gings am nächsten Morgen direkt weiter in Richtung Massailand.
Auf halber Strecke haben wir in Moschi, der Stadt am Kilimanjaro, bei Freunden übernachtet. Am nächsten Morgen dann ging die Reise mit dem Auto weiter. Erst noch über, für afrikanische Verhältnisse, normale Straßen, dann über Schotterpisten in der Steppe, bis wir am Abend im tiefsten Busch, am Ende der Welt, angekommen sind. Da grade die Regenzeit vorbei war, konnte man viele Zebras, Giraffen, Strauße, usw. sehen, die bis direkt an unseren Garten gekommen sind.

Eigentlich sollte ich nur für 1 Woche im Massailand bleiben, aber in Afrika können sich Pläne schnell ändern. So wurden daraus über 3 Wochen. In der Zeit waren wir viel handwerklich am arbeiten, z.B. haben wir versucht die Wasserpumpe hier zu reparieren.
Ich hatte aber auch so Zeit mit den Massais zu chillen, die noch wie vor hunderten von Jahren leben, und sie in ihren Burmas zu besuchen. Jeden 2ten Tag hab ich mit denen Fußball gespielt, was aber mehr gebolze ist als Fußball.
Auf jeden Fall ist das Massailand wunderschön und so wie man sich das richtige Afrika vorstellt. Die Sterne sieht man hier, wie wahrscheinlich fast nirgendwo sonst auf der Welt.
Auch waren wir 2 mal jagen und haben auch 2 dicke Gnus, Antilopen oder was auch immer geschossen.

Gegen Ende der Zeit im Massailand hab ich dann zum zweiten Mal in meinem Leben Malaria bekommen. Ich bin seit langem aber wieder topfit. Mit noch nicht auskurierter Malaria ging es dann nach über 3 Wochen zurück in die größte Stadt, Dar es Salaam. Da hatte ich paar Tage Zeit mich auszukurieren und auch mal im Indischen Ozean zu baden, der hier so warm ist wie die Badewanne.
Nach einigen Tagen in Dar es Salaam gings weiter nach Morogoro, wo wir ein Kinderdorf besucht haben. Hier war ich nur ungefähr 5 Tage, in denen ich gearbeitet hab, aber auch Zeit hatte mich mit den Kindern zu beschäftigen.
Danach sollte es mit dem Bus ganz in den Norden, fast an die Grenze zu Uganda, an den Victoriasee, nach Bukoba, gehen. Der Bus hatte erstmal locker 2 Stunden Verspätung, was hier aber ganz normal ist. Auch auf dem Weg hatten wir einige Stopps und mussten mal warten. Zuerst war der Tank leer und es musste einer aufm Motorrad losgeschickt werden, der Benzin holen  sollte. Als ein bisschen nachgefüllt wurde konnten wir weiterfahren. Dann an mindestens 2 Tankstellen vorbei ohne zu tanken, bis der Bus wieder stehen blieb, da man ja nicht besonders weit kommt, wenn nur bisschen nachgefüllt und nicht mehr getankt wird. Also musste wieder jemand losgeschickt werden. Später dann war nochmal was am Bus kaputt, was repariert werden musste. Spät abends kamen wir dann in Kahama an, wo der Bus für die Nacht stehen blieb, weil die Strecke nördlich von Kahama nachts nicht mehr gefahren werden darf, da hier die Busse zu oft überfallen werden, meistens von Somalis, oder Leuten aus Ruanda. Im Bus hab ich noch eine polnische Ärztin kennengelernt, die uns nach polnischer Gastfreundschaft selbstverständlich zu ihrer Kollegin nach Hause eingeladen hat, wo wir Essen und Duschen konnten. Die Nacht haben wir dann im Bus geschlafen. Morgens früh ist der Bus dann weitergefahren bis wir gegen Mittag an unserem Ziel angekommen sind.
Das hier ist der wahrscheinlich schönste Teil Tansanias und hier werde  ich auch die längste Zeit verbringen. Ich lebe hier in einem Kinderdorf direkt am Victoriasee. Alles ist grün und  alle möglichen Früchte wachsen vor meiner Tür. Mit den Jungs bin ich jeden Tag am Fußball spielen und wir verstehen uns übertrieben gut. Ich bin hier in 2 verschiedenen Fußballteams. Einmal spiel ich mit den Jungs in der Liga und ich bin auch im Lehrerteam, da ich mittlerweile Lehrer in unserer Primary School bin. Ich unterrichte Sport und Englisch und mein Alltag ist ganz gechillt. Jeden Dienstag fahr ich nach Bukoba, wo ich ins Inetcafe gehen kann. Ich werde jetzt auf jeden Fall versuchen oefters zu schreiben. 

No comments:

Post a Comment